Medikamente:
Luftnot / Atemnot (Dyspnoe), insbesondere bei körperlicher Belastung, ist das Hauptsymtom der COPD. Diese kann zu einer Verschlimmerung (Exazerbation) und schlimmstenfalls zum Notfall werden. Zur akuten, wie auch dauerhaften Behandlung, kommt hauptsächlich die Inhalation atemwegserweiternder Medikamente (Bronchodilatatoren) (Aerosol oder Pulver) zum Einsatz. Das hat den Vorteil, dass die Arzeneimittel direkt in den Bronchien und der Lunge wirken. Dabei reichen viel niedrigere Dosierungen aus, wodurch die Nebenwirkungen geringer sind als bei Tabletten. Wichtig ist, dass Du ggf. in der Arztpraxis oder Apotheke erlernst, wie Du das Inhalier-Gerät (ggf. mit der Inhalierhilfe Spacer) richtig benutzt, damit die inhalierten Medikamente bis in die Lungenperipherie gelangen.
Bei schwerer COPD kann auch der Wirkstoff Roflumilast gegen eine starke Entzündung der Lunge eingesetzt werden. Bei Vorliegen hohe Eosinophilen-Werte im Blut (Granulozyten), wichtige Gruppe der weißen Blutkörperchen Leukozyten, kann das Biologika Dupilumab verordnet erden.
In Phasen relativer Beschwerdefreiheit vernachlässigen viele Patienten die Einnahme der Medikamente oder setzen sie gar ganz ab. Ein Fehler! COPD ist eine chronische Erkrankung. Die Entzündung der Bronchien ist auch in beschwerdefreien Phasen immer vorhanden und muss konstant behandelt werden.
Zur Schleimlösung stehen frei verkäufliche Medikamente (Mukolytika) mit folgenden Workstoffen in Form von Kapseln, Tropfen, Braustabletten oder Pulver zur Verfügung: Acetylcystein (NAC), Ambroxol und Cineol, wobei NAC das preiswerteste Mittel ist.
COPD Welche Medikamente helfen?
Wirkstoffe zur Behandlung von COPD und Lungenemphysem